Von jäten, jäten, jäten und Trockenheit die ihre Spuren hinterlässt.

Liebe Solawimitglieder,

die Tage verfliegen nur so und die Arbeiten werden nicht weniger. Wir jäten, hacken, bewässern und sobald die Beete leer geräumt und wir den staubtrockenen Boden bearbeitet haben pflanzen wir im 14 Tägigem Rhythmus. Parallel haben wir einen zweiten Schnitt Gras gemäht und Grummet daraus gemacht, das große Hühnermobil gereinigt und früher als sonst bereits Stroh eingefahren. 

Unsere Wiesen sind inzwischen kahl und leider wächst nichts grünes nach, jeder Grashalm den wir als Vorrat ernten können zählt daher. Von 10 ha. Fläche gab es gerade mal 24 Rundballen aber immerhin diese haben wir.

Bei den Tieren auf den Weiden sieht es nicht anders aus, gut dass wir noch ein paar Siloballen aus dem Vorjahr haben die wir den Kühen zufüttern und auch der Rest der Tiere welche auf dem Hof leben freuen sich wenn es zusätzlich eingeweichte Rübenschnitzel, Kräutermüsli oder hin und wieder etwas frisches wie beispielsweise zu groß geratene Zucchinis oder geschossene Salatreste von der Gemüsefläche gibt.

Gemüsefläche:

Brokkoli und Blumenkohl

Der erste Satz Blumenkohl hatte sich wunderbar entwickelt, trotz Bewässerung sind die Blätter inzwischen durch die anhaltenden hohen Temperaturen sehr trocken, der zweite Satz Brokkoli sieht ebenfalls so aus, wir haben die Beete gejätet und gehackt und zu den Tropfschläuchen stellen wir abwechselnd Kreisregner auf. Wir hoffen nun den Erdfloh der die Trockenheit liebt und die ohnehin gestressten Blätter abfrisst durch regelmäßige Bewegung in den Beeten vertreiben zu können. 

 

Zudem hilft regelmäßiges hacken, Wasser im Boden zu speichern.

Doch bei all der Mühe können wir den natürlichen Regen leider nicht ersetzten.

Neben den Sommerkulturen, kümmern wir uns ebenfalls um die Kulturen für den Wintervorrat, obwohl wir etliche Stunden auf der Gemüsefläche verbringen haben wir bei der Beikrautbekämpfung etwas den Anschluss verloren, wir versuchen weiter dran zu bleiben um den Kulturen Raum zum wachsen zu schaffen. Leider wird die Arbeit immer mehr wenn das Beikraut größer ist, Solange es jung ist lässt sich besser aushacken, jäten oder anhäufeln. 

Durch die extreme Hitze der letzten Wochen befinden wir uns gerade in einer Phase wo Kulturen wie Salate, Kohlrabi und Fenchel wesentlich langsamer wachsen, eine Zeitlang hätten wir beispielsweise 5 Salate verteilen können und jetzt kann es in nächster Zeit zu Engpässen bei der Verteilung kommen. Zucchinis, Tomaten, Gurken und Auberginen hingegen sehen ganz gut aus, welche es die nächsten Wochen auf euren Tellern geben wird. Hier ist Kreativität in der Küche gefragt. Wir empfehlen in den Rezeptbücher im Abholraum zu stöbern und sich inspirieren zu lassen.

Tomaten aufbinden und ausgeizen:

Solawimitglied Laurenz

In den letzten beiden Jahren verbringt Lauremz wann immer er es zeitlich am Wochenende einrichten kann mehrere Stunden im Tomatenhaus um überflüssige Triebe in den Achseln der Tomatenpflanzen zu entfernen (ausgeizen) und sie dabei aufzubinden. Eine wichtige Maßnahme die mindestens 1x pro Woche erledigt werden muss, dies ist entscheidend um die gesamte Energie auf die Fruchtbildung zu lenken damit die Früchte aromatischer und größer werden.

Danke Laurenz dass du diese wichtige Aufgabe übernimmst und uns Zeit für andere Tätigkeiten verschaffst.

Stroh eingefahren:

Strohballen aufeinander gestapelt

Von einem benachbarten Landwirt haben wir nach der Getreideernte vom Lohnunternehmer 105 Ballen Stroh pressen lassen und es anschließend abgefahren.

Die Ballen wurden außerhalb auf unserem Lagerplatz aufeinander gestapelt und mit Vlies abgedeckt. 

Stroh ist ein Sammelbegriff für ausgedroschene und trockene Halme und Blätter von ZB. Getreide oder Hülsenfrüchten. 

Großes Hühnermobil von der Wiese geholt, gereinigt und inzwischen neu besetzt.

Zum reinigen zur Gemüsefläche gebracht

Das große Hühnermobil stand jetzt einige Wochen leer. Diese Woche zogen endlich wieder Hühner ein. Dieses mal wieder ÖTZ Tiere Was dies bedeutet ?

Die ÖTZ bedeutet Ökologische Tierzucht gGmbH. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht das Zweinutzungshuhn zu züchten. Ein Standort ist auf dem Geflügelhof Bodden in Goch am Niederrhein.

Dort wird das Zweinutzungshuhn gezüchtet. Ein Huhn wo Hennen Eier legen und die Hähne Fleisch zur Mast ansetzen. Anders als bei Geflügel welche rein auf Legeleistung gezüchtet werden.

– keine spezialisierte Hochleistung – oberste Priorität um Tierwohl zu gewährleisten

– Zuchttiere, die Eltern der Zweinutzungshühner, leben ebenfalls mit auf dem Hof und haben ausreichend Auslauf ( was ohnehin auf ökologischen Höfen einzuhalten ist )

Wer gerne mehr erfahren möchte gelangt über folgenden Link zum Biolandgeflügelhof Bodden HIER

Um sich einzugewöhnen und Futterstellen, Sitzstangen sowie Legenester zu erkunden, blieben die Junghennen zunächst 2-3 Tage im oberen Teil des Hühnermobil, inzwischen dürfen sie nach unten in den Scharrraum für weitere 3-4 Tage und nach der Eingewöhnungsphase dürfen sie ins Freilandgehege.

Vor der intensiven Reinigung musste natürlich noch der alte Hühnermist raus und weil wir Wasser benötigten fuhren wir mit dem 10 Meter langen Stall an die Gemüsefläche. Dort bauten wir die losen Teile wie Gestelle mit Sitzstangen, Futtertröge, Bodengitter, Gummimatte vom Scharrraum etc. aus um alles gut ausspritzen und reinigen zu können. 

Innen sowohl auch außen.

Im Scharrraum
Alles losen Teile raus
angesammelter Schmutz entfernt

Da es keinen Strom für den Hochdruckreiniger vor Ort gibt, mieteten wir uns ein Stromaggregat.

Auslaufklappen und Außenwände
Kotband reinigen und Sommersprossen gratis bekommen 🙂

Info kommende Verteilung:

Wichtiger Hinweis wir verteilen nach Nummern und genaue Grammzahl bitte beachten:

Leider bekam letzte Woche nicht jedes Mitglied von 1-50 eine Aubergine wie an der Tafel geschrieben stand. Zudem bekamen 2 Solawistas  keine Cherrytomaten mehr.

Das sollte nicht vorkommen, wir zählen, wiegen, teilen und lassen manchmal sogar etwas Spielraum ( wenn möglich) 

Daher unsere Bitte: Achtet beim abwiegen auf die genaue Grammzahl, denn jedes Gramm welches zuviel mitgenommen wird, könnte einem anderen am Ende fehlen und bei der Verteilung nach Nummern drauf schauen ob eure mit auf der Tafel steht. Teilt dies bitte auch eurer Vertretung mit.  Wir sind sicher, dass es zukünftig wieder passt.

Danke.

Folgendes wird es für euchbei der Abholung geben, da das Angebot durch verschiedene Umstände sich jederzeit ändern kann, bleibt es wie immer unter Vorbehalt
 
Freitag: 18.07. von 11:00 bis 20:00 Uhr

Samstag: 19.07. von 09:00 bis 14:00 Uhr

  • Radicchio
  • Mangold
  • Tomaten ( Menge je nach Ernte)
  • Zucchini
  • Runde Zucchini ( Nach Nummern )
  • Gurke
  • Auberginen ( nach Nummern)
  • Bundzwiebeln
  • Knoblauch
  • Basilikum
  • Petersilie
  • Apfelsaft
  • Getreide freie Einteilung bei Bedarf
  • Eier ( 6 Stk. )

Veganer Anteil wie oben ohne Eier

Rezeptvorschlag Zucchini Curry:

Zutaten:

  • 1 (sehr) große Zucchini
  • 30 g Mehl
  • 1/2 TL Chilipulver, Salz, Curcuma

Zutaten für die Sauce:

  • 1 Zwiebel, klein gehackt
  • 2 cm frischen Ingwer, klein gehackt
  • 4 Knoblauchzehen, klein gehackt oder zerdrückt
  • 2 TL gemahlenen Koriander
  • 2 TL gemahlenen Kümmel
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Chilipulver
  • 1 TL Garam Masala
  • 1 Dose Tomaten oder
  • 400 g frische Tomaten

Zubereitung:

  • Zucchini reiben und gut ausdrücken (den Saft auffangen und später in die Sauce verwenden)
  • Geriebene Zucchini mit Mehl und den Gewürzen mischen
  • Forme aus der Masse pralinengrosse Bällchen
  • Bei 200 Grad ca. 30 Min backen. Nach ca. 15 Min umdrehen damit sie gleichmäßig gebacken werden

Zubereitung Sauce:

  • Brate die Gewürze kurz an (3 – 5 Min)
  • Füge die Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer hinzu, für weitere 5 Min braten.
  • Jetzt kommen die Tomaten und der aufgefangene Zucchinisaft dazu. Bei Dosentomaten reicht es sie 10-15 Min zu köcheln, bei frischen etwas länger.
  • Rühre die gebackenen Bällchen und die Kokosmilch unter.
  • An besten schmeckt es mit Reis oder Fladenbrot

 

Guten Appetit.

Info Mitmachzeit diesen Freitag:

Fällt aus, da wir für zwei Tage außer Hof sind.

Blühstreifen auf der Gemüsefläche

Anmeldung Sommerhoffest 22.08.

Unter sommerhoffest@solawi-baerental.de 

könnt ihr euch für das Hoffest anmelden oder euch auf der Liste die ab diesem Wochenende im Abholraum liegt eintragen.

Bitte denkt dran uns mitzuteilen ob ihr etwas zum gemeinsamen Buffet beisteuert, mit wie vielen Personen und Kindern ihr kommt und ob Fleisch vom Grill gewünscht ist.


Wir wünschen euch eine schöne Woche

Viele Grüße senden euch

Michael, Sabrina und das gesamte Hofteam